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WILDFANG

Freitag, 3. November 2017, 20.15 Uhr, Alte Kirche Würenlos

Esther Hasler: Treffsicheres Einfrau-Tastentheater …ohne Gewehr.

Auch in ihrem 5. Solo-Stück zieht Hasler doppelbödig und hintersinnig vom Leder. Sie entfacht beiläufig und frech ein multimediales Feuerwerk: subtile Mimik, feinsinniges Schauspiel, berührender Gesang, stupende Wortakrobatik, satirische Punktlandungen und virtuoses Klavierspiel. Natur oder Kultur wäre diesmal die Frage. Aber so einfach sind die Unterschiede zwischen Mensch und Tier, zwischen Zivilisation und freier Wildbahn nicht mehr festzumachen. Während die Staatengemeinschaft um Fangquoten feilscht, weiss im globalen Halali niemand mehr, wer die Jäger und wer die Gejagten sind. Spätestens wenn die Rechenleistung der Smartphones die menschlichen Hirnwindungen überflüssig macht, ist es Zeit, den Stecker zu ziehen, den Sender abzustreifen und sich an der Seite der Bären, Wölfe und Luchse ins Unterholz zu schlagen und auf Beutezug durch die Faltengebirge und Abgründe der Condition humaine zu gehen.

 Mehr als ein Jahrzehnt ist Esther Hasler nunmehr unterwegs, solo im Duo mit Piano. Sowohl die Texte wie die Musik stammen aus der Feder der Bernerin mit liechtensteinischen Wurzeln. Ihren Werdegang schildert sie so: «Meine (zweite) Klavierlehrerin, eine Chinesin, lehrte mich, chinesisch zu schreiben. Sie hinkte. Wenn ich Chopin oder Mendelssohn spielte, tanzte sie durch den Raum, flatterte mit den Armen und sang: „wie eine Smettelin, gans leicht, wie eine Smettelin!“, was mich sehr beflügelte. Später wurde ich von einem Eurythmielehrer als Pianistin angestellt. Als die ersten Tänzer durch den Raum stolperten, wurde ich von einem Lachanfall geschüttelt. Ich konnte meine Mozartsonate nicht zu Ende spielen, wurde fristlos entlassen und fand glücklich zum Chanson.»

Freitag, 3. November 2017, 20.15 Uhr, Alte Kirche Würenlos
Eintritt Fr. 25.-/15.- (Legi, Jugendliche) | Abendkasse und Türöffnung 19.45 Uhr

Vorverkauf - Platzreservation (unnummeriert)